Druckdaten

Dokument anlegen

Wir belichten PDF X1a-Daten. Das Dokument muss mit Beschnittzeichen für das gewünschte Endformat versehen sein sowie rundum mindestens 2 mm Beschnitt aufweisen.

Bilder

CMYK (kein RGB) oder Graustufen (Tiff, EPS, JPEG), Auflösung mind. 300 dpi, Strich 800-1200 dpi, keine Zusatzkanäle, weißer Hintergrund.

Schmuckfarben

(Sonderfarben/Pantonefarben) müssen von Ihnen in CMYK-Farben umgewandelt werden, außer die Schmuckfarben sollen als Zusatzfarben gedruckt werden (Mehrkosten im Druck). Große Schwarzflächen dürfen nicht nur aus Tiefe (K) bestehen, sondern aus K 100%, C 60 %, M 40 %, Y 40 %.

Informationen zu PDF-Dateien

PDF/X-1a, PDF/X-3, PDF/X-4
Momentan sind drei PDF/X-Varianten gebräuchlich, wobei das PDF/X-1a und das PDF/X-3 noch am häufigsten verwendet werden. Das PDF/X-4 gewinnt jedoch stark an Bedeutung, mehr dazu später. Hier zunächst die wichtigsten Unterschiede zwischen den Varianten PDF/X-1a, PDF/X-3 und PDF/X-4:

PDF/X-1a erlaubt nur CMYK und Schmuckfarben, RGB, LAB und ICCbasierte Farben sind verboten. Transparenzen und Ebenen sind ebenfalls verboten.

PDF/X-3 erlaubt neben CMYK und Schmuckfarben auch RGB, LAB und ICC-basierte Farben. Transparenzen und Ebenen sind jedoch ebenfalls verboten.

PDF/X-4 erlaubt neben CMYK und Schmuckfarben auch RGB, LAB und ICC-basierte Farben. Transparenzen und Ebenen sind ebenfalls erlaubt.

Transparenzen

Transparenzen entstehen, wenn Sie in InDesign oder Illustrator die Deckkraft von Objekten verringern. Die Objekte werden dann durchsichtig. Transparenzen können jedoch auch entstehen, wenn Sie Photoshop-Daten in InDesign platzieren oder „Effekte“ wie beispielsweise Schlagschatten in InDesign anwenden.

Schritt für Schritt zum Druck-PDF/X

Die Erstellung von drucktauglichen PDF/X ist auf verschiedene Art möglich. Je nachdem, mit welcher Rechner-Plattform und mit welchen Programmen Sie arbeiten, kommen verschiedene Methoden infrage. Um jedoch eine hohe Produktionssicherheit zu gewährleisten, ist es sinnvoll, sich bei der Erstellung an folgende Schritte zu halten:

Schritt 1: Wenn Sie einfach drauf los arbeiten, ohne genau zu wissen, wofür Colormanagement und ICC-Profile da sind, dann werden Sie später in Photoshop und InDesign Probleme bekommen. Auch wichtig: Der Anruf bei der Druckerei, Seite 48. Bevor Sie Ihre PDF/X-Daten erstellen, müssen Sie wissen, welche ICC-Profile Ihre Druckerei empfiehlt und welche Technik dort verwendet wird, PostScript oder die PDF Print Engine.

Schritt 2: Einrichtung des Colormanagements in Photoshop. Adobe liefert Photoshop leider mit suboptimalen Colormanagement-Voreinstellungen aus, auch sind wichtige ICC-Druckprofile nicht vorinstalliert.

Schritt 3: Erstellen des Seitenlayouts in InDesign. Auch hier spielt es eine wichtige Rolle, welche Farbprofile Sie verwenden, denn auch im Druck- oder PDF-Export-Menü gibt es Colormanagement-Einstellungen. Sie haben zudem die Möglichkeit, medienneutral zu arbeiten und die RGB-zu-CMYK-Konvertierung durch Ihr Layoutprogramm vornehmen zu lassen. Wir erklären Ihnen daher den Umgang mit dem Colormanagement in InDesign. Falls Sie mit Illustrator arbeiten, können wir Ihnen ebenfalls helfen. Der Einfachheit halber empfehlen wir, native Illustrator-Daten in InDesign zu platzieren und von dort auszugeben.

Schritt 4: Bevor es an die PDF-Ausgabe geht, sollten Sie Ihre Daten in InDesign noch einmal überprüfen. InDesign bietet dazu eine ganze Reihe von Werkzeugen an: die Ausgabe- und Separationsvorschau, den Softproof und die Überdruckenvorschau. Wie zeigen Ihnen zudem, wie Sie mit dem „Trick 17“ CMYK-Bilder von InDesign konvertieren lassen können.

Schritt 5: Wahrscheinlich haben Sie im Layout, bewusst oder unbewusst, mit Transparenzen, z.B. Schlagschatten, gearbeitet. Das Problem: Entweder müssen diese Transparenzen vor der Ausgabe reduziert werden, oder Ihre Druckerei verwendet die bereits oft angesprochene Adobe PDF Print Engine. Ansonsten können Sie mit „Transparenzreduzierungsvorschau“ Ihre Daten überprüfen.

Schritt 6: Export Ihrer Daten in das PDF/X-Format. InDesign verfügt über eine ganze Reihe vorinstallierter PDF-Settings, diese sind allerdings mit Vorsicht zu genießen. Wir zeigen Ihnen, wie Sie sich eigene PDF-Exportsettings erstellen. Dann können Sie mit nur einem Klick Ihre Daten in das gewünschte PDF/X-Format exportieren.

Schritt 7: Überprüfung der PDF-Datei auf Fehler. Durch die in Acrobat Professional implementierte Preflight-Technologie können Bildauflösung, Farbräume, Schrifteinbettung usw. überprüft werden. Nur ein Preflight gibt Ihnen die Sicherheit, dass Ihre PDF-Daten fehlerfrei druckbar sind. Aber bitte bedenken Sie: Auch die intelligenteste Software kann leider nicht alle möglichen Fehler in einer PDF-Datei aufspüren. Sie tragen also selbst die Verantwortung dafür, dass Ihre Datei fehlerfrei gedruckt werden kann.